Willkommen auf der Internetseite der Initiative Moorburgtrasse-stoppen.
Die Verhinderung der von Vattenfall geplanten Fernwärmeleitung vom KoKW Moorburg bis nach HH Altona (die sog. Moorburgtrasse) ist das ursprüngliche Anliegen unserer Initiative gewesen. Diese konnte von einem entschlossenen Bündnis verhindert werden. Ein gleichberechtigtes Anliegen unserer Initiative ist es nun, die Fertigstellung und die Inbetriebnahme des im Bau befindlichen Kohlekraftwerks in Moorburg zu verhindern.
Wir engagieren uns außerdem für eine sozial gerechte, dezentrale und regenerative Energieerzeugung in Hamburg (und weltweit). Wir freuen uns über MitstreiterInnen, Deinen Kommentar auf unserer Seite und auch über Spenden, um unsere bisherige erfolgreiche Kommunikations- und Aktionsarbeit fortsetzen zu können.
Initiative Moorburgtrasse-stoppen

F.A.Q. 1 - sinnvolle „Abwärme“ ?...

Wenn das Kohlekraftwerk Moorburg sowieso ans Netz geht...ist es dann nicht sinnvoll die „Abwärme“ wenigstens als Fernwärme zu nutzen?...statt die Elbe aufzuheizen?

Nein, es ist vielmehr so, dass die Fernwärme eigene Energie bzw. Kohle benötigt und zusätzliche CO2- Treibhausgase emittiert. Zurzeit ist die Hamburger Fernwärme für immerhin 8% aller CO2-Abgase in Hamburg verantwortlich.
Ein von der Behörde beauftragtes Gutachten – der sog. „Masterplan Klimaschutz“ belegt sogar, dass Hamburg die eigenen Klimaschutzziele nicht erreichen kann, wenn die Hamburger Fernwärme weiterhin hauptsächlich in Kohlekraftwerken, wie Moorburg produziert wird.

Vattenfall bestreitet das auch gar nicht, während SPD / Politik ect. das allerdings ständig verleugnen (wieder besseren Wissens).
Vattenfall rechnet lediglich die zusätzlich bei der Fernwärme erzeugten CO2-Mengen klein – zumindest hier für die Hamburger Öffentlichkeit.

Die Methode der Berechnung für das Klimagutachten ist jedoch die amtliche sog. „finnische Methode“, die auch von der jetzigen BSU als gültige anerkannt wird. Dabei werden die Synergien, die durch die Kraftwärmekopplung entstehen gleichmäßig von den CO2 -Emissionen her auf Strom und Fernwärme verteilt.
Andere Methoden rechnen z.B. die zusätzlichen Emissionen dann nur der Fernwärme zu oder auch umgekehrt der Verstromung.

Die Sportsfreunde von Vattenfall machen es so: Wenn es gilt den Hamburgern die Fernwärme grün zu rechnen, dann fallen dort nur die zusätzlichen Emissionen der Fernwärme zu. Dabei kommen sie dann auf Emissionen der Moorburgwärme, die geringer sind, als eine Gas-Zentralheizung. Wenn Vattenfall aber in Brüssel die CO2-Zertifikate abrechnen will, dann machen sie es genau umgekehrt: Dann emittiert der Strom viel weniger und die Fernwärme noch viel mehr als bei der „finnischen Methode“. 
Hintergrund dabei: Bei der Fernwärme wird milder abgerechnet, als bei der Verstromung (hierbei geht es mal wieder um mehrere 100 Millionen auf die Jahre gerechnet). Und das Ganze ist auch nur mit „verhandelten Sondervereinbarungen“ – sprich Lobbyarbeit so möglich. Das führt aber eben auch dazu, dass die ganze Wirtschaftlichkeit Moorburgs noch mehr als bei einer korrekten Abrechnung von der Fernwärme abhängt. 
Auch ein Teil dieser Sonderregelungen: 80 Mio. gibt es als einmaligen Zuschuss für die Wärmeentkopplung aus Brüssel bei Inbetriebnahme….

Das Klimagutachten ermittelt, dass die CO2- Ausstöße der Kohlekraftfernwärme deutlich höher liegen, als bei einem üblichen Gas – Brennwertkessel und empfiehlt ansonsten dringlich den Umstieg auf Wärme aus erneuerbaren Energien, sowie deutlich mehr Anstrengungen im Bereich Gebäudedämmung.

Und technisch sieht das so aus: