Willkommen auf der Internetseite der Initiative Moorburgtrasse-stoppen.
Die Verhinderung der von Vattenfall geplanten Fernwärmeleitung vom KoKW Moorburg bis nach HH Altona (die sog. Moorburgtrasse) ist das ursprüngliche Anliegen unserer Initiative gewesen. Diese konnte von einem entschlossenen Bündnis verhindert werden. Ein gleichberechtigtes Anliegen unserer Initiative ist es nun, die Fertigstellung und die Inbetriebnahme des im Bau befindlichen Kohlekraftwerks in Moorburg zu verhindern.
Wir engagieren uns außerdem für eine sozial gerechte, dezentrale und regenerative Energieerzeugung in Hamburg (und weltweit). Wir freuen uns über MitstreiterInnen, Deinen Kommentar auf unserer Seite und auch über Spenden, um unsere bisherige erfolgreiche Kommunikations- und Aktionsarbeit fortsetzen zu können.
Initiative Moorburgtrasse-stoppen

Samstag, 19. November 2011

„... denn sie wissen nicht, was sie tun“, heute: Erörterungstermin mit Vattenfall

Ein Kommentar zum ersten Tag der Erörterung zur Moorburgtrasse:

Da war er nun, der Auftakt der Erörterung zur Moorburgtrasse im OG der Messehalle B3. Und festzustellen ist, daß Klimaschutz an diesem Freitag keine Rolle spielte. Das hatte zwei Ursachen. Die erste: bis um 15 Uhr war man noch gar nicht zum Tagesordnungspunkt 4 „Klimaschutz“ vorgedrungen, und da waren bereits ¾ des Tages vergangen. Zum anderen, weil sowohl die BSU als auch Vattenfall sich nach eigener Aussage gar keine Gedanken um den Klimaschutz machen. Denn auf die Frage, ob man denn in der BSU alternative Szenarien zur Wärmeversorgung Hamburgs ohne Moorburgtrasse und ohne das KoKW Wedel hätte, wurde dies verneint. Interessant, denn schließlich geht es hier (theoretisch) um ein ergebnisoffenes Planfeststellungsverfahren, d.h. es liegt durchaus im Bereich des (theoretisch) Möglichen, das die Moorburgtrasse nicht genehmigt werden würde. Aber dieser Fall kommt praktisch bei den Vertretern der BSU anscheinend gar nicht erst vor, sonst hätte man sich dort ja mal Gedanken um ein solches Konzept gemacht.
Zum anderen macht sich Vattenfall auch keine Gedanken um den Klimaschutz, denn nach eigener Aussage gibt es für die Fernwärmeversorgung nur einen berechneten Bedarfsplan bis 2016. Alles danach …. große Ahnungslosigkeit. Seriöse Bedarfsplanungen für die kommenden 20 Jahre, die den Bau rein rechnerisch rechtfertigen könnten: Fehlanzeige. Ist ja auch verständlich, denn mit einem genehmigten Monopol in der Tasche rechnet es sich später auch viel einfacher: Gewinne, Gewinne, Gewinne. Sinkt der Bedarf, erhöht Vattenfall die Preise. So einfach kann rechnen sein. Und der weltweite menschengemachte Klimawandel, der sich immer mehr beschleunigt? Ach ja .... Vattenfalls handvoll Windräder werden den schon wegpusten (meinen jedenfalls die Vattenfall Vertreter).

Neben diese interessanten Aussagen gab es auch sehr viel Leerlauf, denn folgendes Schema durchzog die gesamte Anhörung: seitens der EinwederInnen gab es sehr konkrete und fundierte Fragen. Die Standardantwort darauf seitens Vattenfall: „Dazu können wir jetzt nichts sagen, das müssen wir prüfen.“ Aha. Wenig erbaulich.
Dabei hatte der Morgen sehr lustig angefangen. Gleich zu Beginn nahm der vortragende Vattenfaller die Ernsthaftigkeit aus dem Verfahren, als er von Vattenfall als „Hamburgs Energieversorger seit 1894“ sprach …. ein herzhaftes Lachen im Saal war der verdiente Lohn für diese einleitende Stand-up Comedy.

Fazit des Tages: wie erwartet ist die Anhörung ein zähes Unterfangen. Die BSU Vertreter wollen nicht, die Vattenfaller können (es) nicht.

Ein echter Lichtblick war deshalb der erste Einsatz unseres neuen Infomobils, das als Anlaufpunkt für die ca. 70 EinwenderInnen am gestrigen Tage vor dem Messeeingang stand und auch bei der um 12:30 Uhr stattgefundenen Pressekonferenz als Hintergrund diente.




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