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Die Verhinderung der von Vattenfall geplanten Fernwärmeleitung vom KoKW Moorburg bis nach HH Altona (die sog. Moorburgtrasse) ist das ursprüngliche Anliegen unserer Initiative gewesen. Diese konnte von einem entschlossenen Bündnis verhindert werden. Ein gleichberechtigtes Anliegen unserer Initiative ist es nun, die Fertigstellung und die Inbetriebnahme des im Bau befindlichen Kohlekraftwerks in Moorburg zu verhindern.
Wir engagieren uns außerdem für eine sozial gerechte, dezentrale und regenerative Energieerzeugung in Hamburg (und weltweit). Wir freuen uns über MitstreiterInnen, Deinen Kommentar auf unserer Seite und auch über Spenden, um unsere bisherige erfolgreiche Kommunikations- und Aktionsarbeit fortsetzen zu können.
Initiative Moorburgtrasse-stoppen

Mittwoch, 20. April 2011

Verzögerung beim Kohlekraftwerk Moorburg schafft Zeitfenster für neue Lösungen


Der Verdacht hat sich inzwischen verhärtet. Der BUND geht mit folgender Pressemitteilung auf die neue Entwicklung ein, die auch die Moorburgtrasse zum Thema hat:


Fernwärmetrasse Moorburg: Planungsverfahren einstellen / Kohlebefeuerte
Fernwärme ist weder klima- noch sozialpolitisch zu rechtfertigen 

Die am Sonntag bekannt gewordene erhebliche Verzögerung beim Bau des
Kohlekraftwerkes Moorburg gefährdet nicht nur die ohnehin grenzständige
Wirtschaftlichkeit des Kraftwerkes, sondern bietet auch die Chance zu
einem grundlegenden Kurswechsel in der Hamburger Fernwärmeversorgung.
Vattenfall gibt mittlerweile selber zu, dass das Heizkraftwerk Wedel
deutlich länger laufen kann. Damit bestände ausreichend Zeit, die
Fernwärmeversorgung Moorburg deutlich klimafreundlicher und auch
sozialpolitisch zielführender auszurichten. 

„Moorburg mutiert weiter zur Investitionsruine - nun ist es an der
Zeit, zumindest die Weichen für eine gesicherte, klimafreundliche und
auch sozialpolitisch tragbare Fernwärmeversorgung in Hamburg zu stellen.
Die neuen Senatoren Horch, Blankau und Scheele sind im gleichen Maße
gefordert“, so Manfred Braasch, Landesgeschäftsführer des BUND
Hamburg. 

Mit einer kohlebefeuerten Fernwärmeversorgung wären die
Klimaschutzziele, die auch der neue Senat anerkennt, in Hamburg nicht zu
erreichen. Dies hat unlängst ein stadteigenes Gutachten zum Masterplan
Klimaschutz ergeben. Außerdem würde eine Fernwärmeversorgung durch das
umstrittene Kohlekraftwerk Moorburg die zentralen Monopolstrukturen in
diesem Versorgungsbereich auf Jahrzehnte festschreiben. Die hohen
Investitionskosten von ca. 260 Mio. Euro allein für die neue Trasse
sowie mögliche CO2-Abgaben werden auf Mieter und Hausbesitzer umgelegt.
Hinter diesem Mechanismus steckt auch sozialpolitischer Sprengstoff:
Knapp 200.000 Personen in Hamburg beziehen Hartz IV einschließlich einer
Heizkostenpauschale. Diese Kosten trägt die Stadt, viele der Hartz
IV-Empfänger wohnen in Wohnungen mit Fernwärmeversorgung. „Spielt
Vattenfall seine Monopolstellung im Fernwärmebereich aus - und daran
gibt es für den BUND keinen Zweifel - schlägt dies auch direkt auf den
ohnehin schon angeschlagenen Haushalt der Stadt durch“, prognostiziert
Manfred Braasch. 

Aus Sicht des BUND Hamburg gibt es im Sinne einer nachhaltigen
Entwicklung daher nur eines: Das Planfeststellungsverfahren zur
Moorburgtrasse beenden und schleunigst einen Aktionsplan
Fernwärmeversorgung für die Hansestadt entwickeln. 
Quelle: BUND Hamburg

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